Ulrike Schieferstein offenbart Innenleben

Mit „Jolanda“ hat die Langenberger Malerin Ulrike Schieferstein ein weiteres Meisterwerk hingelegt. Es passt in die Reihe ihrer Menschenbilder.

Jolanda ist eine Fiktion des Autors Gerhard Ochsenfeld. Zugleich jedoch ist sie doch auch sehr real: Der Autor füllt sie mit Leben und Charakter in seinem Debüt-Roman, der in Kürze publiziert werden wird. Dort spielt Jolanda eine tragende Rolle. Dennoch ist Jolanda nicht nach Entwurf und Vorstellung des Autors entstanden. Sondern Gerhard Ochsenfeld hatte der Malerin ein Bündel von 40 oder 50 Seiten vorab zu lesen gegeben, damit die Malerin selbst Jolanda kennenlernen konnte.

Und wieder einmal hat Ulrike Schieferstein es geschafft, einen Charakter und ein tiefes menschliches Innenleben zu offenbaren. Da verliert sie sich nicht in Details. Sie blickt hinein in diesen Menschen. … auch wenn Jolanda „nur“ eine Fiktion ist. Und sie holt uns das Innere nach außen, macht es für uns sichtbar mit wohlgesetzten zügigen Pinselstrichen.

Mit Pinsel und Farbe den Blick aufs Innenleben gerichtet

Auf den ersten Blick ganz anders im Erscheinungsbild – und doch so ganz im Stile dieser Malerin – ist auch „Bitter-sweet Dreams“ ein „echtes“ Schieferstein. In seiner Reduziertheit und in seiner Direktheit, in seiner Offenheit – in seiner Offenbarung. Auch hier deutet Ulrike Schieferstein mehr an, als sie zeigt. Und zeigt uns doch nah, offen und unmittelbar ein menschliches Innenleben.