Menschenbilder: Seelenbilder

Spannend sind diese anderen Menschenbilder, mit denen Ulrike Schieferstein nicht „portraitiert“, sondern uns „den Menschen“ zeigt. Dabei vom Menschen so ganz unterschiedliche Facetten, spricht die Malerin ganz unverfälscht und klar mitten aus dem Herzen zu uns – und trifft: uns.
Sie trifft uns mit „True Love“: Der weiße Schwan, der auch eine Unbeflecktheit symbolisieren mag – unbefleckt von Hinterlist und Lügen. Denn schnell wird uns klar: Die zwei verstehen sich niemals in den Worten – und doch um so inniger bloß in den Herzen.

Wieder in einem anderen Stimmungsbild macht die „Magd“ sich auf den Weg. Bäuerlich und landfein, geht sie melancholisch, doch erwartungsfroh hinaus in das warme Gelb. Die Malerin will uns gar nicht zu weit herausreißen aus den Träumen, die wir Idylle nennen. Der Schatten einer ärmlichen Existenz der abhängigen Magd? Ulrike Schieferstein begnügt sich mit dem Blick auf Füße und Schuhwerk, den sie uns gewährt, um anzudeuten, dass die Magd das Glück nicht geschenkt bekommt, sondern es sich allen Widrigkeiten zum Trotz nicht nehmen lässt.

Mit „Eleganz“ zeigt uns die Schieferstein eine Dame in klassisch weiblicher Eleganz – die in keinem Widerspruch dazu die pure Lebensfreude versprüht. Rot – klassisch interpretiert als die Farbe des Kriegsgottes Mars? Ulrike Schieferstein deutet uns „rot“ ganz neu.

(andere Gemälde dieser Kategorie)

(Menschenbilder – die Farbe Blau)

(Menschenbilder – „Jolanda„)