Mit Respekt berührungsnah

Ulrike Schieferstein begegnet Mensch und Motiv mit großem Respekt – und zugleich auch hautnah.

Die „Hepburn“ – so auch der nüchterne Titel des obigen Werkes – lernen wir hier weniger gewöhnlich als Dame von gewisser Reife kennen. Gewöhnlich nämlich kennen wir sie als die kecke junge Frau, die sich auf der Leinwand Ruhm errungen hat.

Es ist dieser Respekt, den die Malerin den Menschen und der Welt gewährt. Ulrike Schieferstein kommt mit ihren Menschenbildern den Portraitierten gleichwohl ganz nahe. Wo jedoch manch anderer Künstler schon mal gern entlarvend  zu nahe tritt, da sucht die Schieferstein zwar die menschliche Nähe, wahrt jedoch der portraitierten Person gegenüber alle liebevolle Achtung und Würde.

So ist auch „Hemingway“ ungewöhnlich getroffen : Nicht schrankenlos – und doch irgendwie auch unmittelbar. So ungewöhnlich die Schieferstein hier eine Annäherung an Hemingway findet, mit so viel Respekt begegnet sie ihm auch. Da führt die Malerin den Pinsel mit impressionistischem Charakter treffsicher auf die Person zu, die sie uns ganz unalltäglich nahebringt.

(hier geht’s zu einem Menschenbild ganz anderer Art)

(Menschenbilder – „Jolanda„)

(Brigitte Bardot im Portrait)