Portrait als Lebensgeschichte

Mit „BB“ präsentiert Ulrike Schieferstein ein Portrait der ganz besonderen Art. Im Gegensatz zum Beispiel zur nicht weniger bekannten „Hepburn“ sehen wir hier nicht nur ein Gesicht, eine Person. Sondern die Malerin erzählt uns zugleich in knappen Zügen eine Lebensgeschichte.

Traditionell konzentriert man sich beim Portrait gern auf die Person selbst. Klassisch kennt man auch die Ganzkörperportraits angesehener Persönlichkeiten. Dann bisweilen umgeben von den einen oder anderen Attributen des sozialen oder Herrschaftsstatus. Eher ungewöhnlich also ist es, eine Person nicht mit Statussymbolen zu umgeben, sondern Wegmarken der Lebensgeschichte gleichsam zu skizzieren.

Eine solche Wegmarke etwa stellt Gunter Sachs im Leben der Brigitte Bardot dar. Ein Teil dieser Wegmarke sind jene Blumen, die Gunter Sachs vom Hubschrauber aus auf Bardot’s Grundstück in Saint Tropez niederregnen ließ.

… eine spektakuläre Aktion im Übrigen, mit der Sachs endlich die positive Aufmerksamkeit der Bardot auf sich zu lenken verstand.

Ein anderer wichtiger Meilenstein in Bardot’s Leben ist ihr Einsatz gegen die alljährliche Jagd auf Robbenbabies.

Bardot wechselte die Bühne: Sie beendete ganz bewusst ihr Leben als Schauspielerin und Model, als ihr Ruhm am größten war. Sie nutzte fortan diesen Ruhm, um sich Umweltthemen zu widmen.

Prägnant hat Ulrike Schieferstein ihr Portrait von der Bardot verwoben mit einer Kurzbiografie. Das lässt mit Spannung auf weitere Darstellungen anderer Persönlichkeiten warten…