… nicht nur zu Weihnachten spannend

Ulrike Schieferstein stellt im Haus Bärwinkel aus

Was tun an Weihnachten, wenn die festliche Mittagsplatte abgegessen ist? Oder was tun – auch zu anderen Anlässen – wenn die üblichen Themen bereits durchgehechelt sind? Zumal die Themen sich wiederholen! Und zumal die meisten Wortmeldungen schon bekannt sind, die man zu erwarten hat!
Da bietet sich ein kleiner Ausflug zum Café und Restaurant Haus Bärwinkel an. Ulrike Schieferstein zeigt dort zur Zeit einige ihrer eindrucksvollen Gemälde.

Ulrike Schieferstein mit kleiner Auswahl im Haus Bärwinkel
Ulrike Schieferstein stellt im Haus Bärwinkel aus

Das Restaurant ist mit dem Auto ohnehin schnell erreichbar. Aber wenn das Wetter mitspielt, dann ist die Umgebung auch einen Spaziergang wert: In der schönen Elfringhauser Schweiz ist das Haus Bärwinkel gelegen. Das Restaurant und Café adressiert unter Hattingen – scheint aber doch näher an Velbert-Langenberg gelegen, wo auch die Malerin selbst wohnt und schafft.

Ulrike Schieferstein aktuell im Hause Bärwinkel
Ulrike Schieferstein mit kleiner Auswahl ihres Schaffens im Hause Bärwinkel

Besonders beeindruckend und parallel zur Auswahl an der Kuchentheke sogleich zu bestaunen: Ulrike Schieferstein mit ihren „Gelben Rosen“ (siehe Titelbild zu diesem Beitrag).

Ausstellung im La Casa: erste Eindrücke

Die ersten Eindrücke gewinnt man schon im Entree. Den Entree durchschritten, weiß man im Vorraum schon nicht mehr, wo man bleiben soll. Soll man sich dem Schauen, dem Betrachten, dem Genießen hingeben? Oder der reißenden Neugier folgen?

Denn schon möchte man von beidem mehr! Man möchte verharren und genießen. Jedoch – bereits angelockt und herausgefordert vom nächsten Gemälde – mag man schon und kann doch kaum. Man muss weiter! Atemberaubend die ersten Eindrücke, giert man danach, sich nur immer weiter den Atem rauben zu lassen.

Auch wenn man sie nun vielleicht schon kennt – aus dem Internet, von dieser Website… Diese „Eleganz“ in rot und rot etwa ist so eines der Gemälde, die man gesehen haben muss: im Original.

Auch wenn der Magen vielleicht knurrt…

… wenn die Eindrücke so überwältigen, dann wird die Speisekarte doch erst einmal zweitrangig.

Die Gäste erwartet im Ristorante La Casa die gewohnte Gastfreundschaft und die bekannte Herzlichkeit. Und doch ist etwas anders: Ulrike Schieferstein hat mit dem Charakter ihrer Gemälde das Ambiente gleichsam auf den Kopf gestellt – malt sie doch so ganz anders als der versierte Maler Zoran Rados!

Bleibende Eindrücke vom Besuch des Ristorante La Casa

Die Malerin trägt mit ihren Gemälden die stilvolle und ruhige Atmosphäre des Lokals, in der man hier außergewöhnlich genießen und vorzüglich entspannen kann.
Herr Radoz war sich schon nach Erstpräsentationen sicher, mit Ulrike Schieferstein eine großartige Malerin in sein „Ristorante La Casa“ einzuladen, die zugleich so selbstverständlich in sein Haus passen würde. Mit Begeisterung arrangierte er die Hängung. – Und dann raubten auch dem versierten Maler Zoran Rados die Original-Ölgemälde Ulrike Schieferstein gleichsam Atem und Worte…

Ein besonderes Highlight ist Ihr neuestes Werk, „Frau in der Tür„, das die Malerin im Rahmen dieser Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

„La Casa“ in Hattingen stellt aus

Zoran Rados präsentiert eine Auswahl der Gemälde von Ulrike Schieferstein. I seinem Ristorante La Casa in Hattingen eröffnete er am 7. Oktober 2017 die umfangreiche Ausstellung.

In der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) wurde im Hattingener Lokalteil erwartungsfroh angekündigt:

„[Zoran Rados] gibt seine Wände frei für eine befreundete Künstlerin aus Langenberg: Ulrike Schieferstein. Mit ihren Ölgemälden möchte Schieferstein den Betrachter unmittelbar berühren. Sie malt abstrakt sowie auch realistisch. […] Die Ausstellung ist einen Monat lang zu sehen – täglich 17 bis 22 Uhr.“ (WAZ, 07.10.2017)

Bis Freitag, dem 10. November 2017, zeigt Herr Rados die Gemälde der Ulrike Schieferstein in seinem Hause! Eine kleine „Fristverlängerung“ also: In seiner Begeisterung für die „neue“ Atmosphäre, die sein Restaurant mit den Werken dieser Malerin gewonnen hatte, hat Herr Radoz den Umständen freien Lauf gelassen…

Spannende Gemäldeausstellung im Ristorante La Casa

Wer das „La Casa“ in Hattingen bereits kennt und wegen der überragenden Küche und dem stilvollen Ambiente gern aufsucht, weiß auch die Herzlichkeit zu schätzen, mit der man dort empfangen wird. Die neue Ausstellung ist ein Grund mehr, sich wieder einmal verwöhnen zu lassen. Wer das „La Casa“ im Wodantal bisher noch nicht kennengelernt hatte, kann seine Neugier mit der Gewissheit befriedigen, auf allen Ebenen positiv überrascht zu werden!

Entree des La Casa mit Gemälden von Ulrike Schieferstein
Ulrike Schieferstein, Ausstellung im La Casa

Schon im Entree lädt Herr Rados, Inhaber des Ristorante „La Casa“ und selbst ein bekannter Maler, herzlich ein mit vier Gemälden der Langenbergerin Ulrike Schieferstein. Aber wie es sich gehört: Das ist nur ein kleiner Vorgeschmack…

Kein „Vorgeschmack“, sondern eine erneute Meisterleistung der Malerin: Die „Frau in der Tür„.

Neue Ausstellung im Ristorante „La Casa“

Schon die erste Begegnung zwischen Ulrike Schieferstein und Zoran Rados – oben mit der Malerin Ulrike Schieferstein und einem seiner eigenen jüngsten Gemälde – war herzlich und offen. Da begegnen sich zwei auf Augenhöhe: Auch Herr Rados ist Maler.
Ein Maler der ganz anderen Art jedoch: In seinen Werken sprühen stets die Farben und der ihm eigene Humor. Mit flottem Pinselstrich oder mit zielsicherem Spachtelzug setzt er versiert seinen Ausdruck – und entlockt uns auf seine Weise ganz zwanglos Amüsement. Er steckt uns an mit sprühender Lebensfreude… oder raubt uns den Atem durch eine tief verborgene Ernsthaftigkeit.
Seine Werke präsentiert Herr Rados gern und mit Freude in seinem Ristorante „La Casa“ im ehemaligen „Haus Niggemann“, Wodantal 41 in Hattingen. … wo er nun auf seinen Wänden Platz machen möchte für eine Ausstellung der Langenberger Malerin Ulrike Schieferstein.

ab 07. Okt. 2017: Ausstellung im La Casa

Das mit Hattingen ist übrigens so eine Eigentümlichkeit der Zeiten und der Verwaltungszuständigkeiten. Das sind so allmählich gewachsene Grenzverläufe – die wir gar nicht sehen, dort draußen, im schönen Wodantal. Und von Langenberg kommend, in Bonsfeld in die Wodanstraße eingebogen, spürt man dann auch nicht, dass man sich schon längst „in“ Hattingen befindet, wenn man das „La Casa“ erreicht hat.

Herr Rados freut sich, ab dem 7. Oktober 2017 seine Wände zur Verfügung stellen zu können, um uns in seinem Hause Ulrike Schieferstein im Rahmen einer außergewöhnlichen Ausstellung zu präsentieren.

Harmonie auf den Punkt gebracht

„Harmonie“ titelt die Malerin Ulrike Schieferstein ihr Gemälde von Mutter und Tochter. Hier lockt sie uns in eine andere Welt hinein: Die Kulisse stammt kaum aus unserer Zeit – das Thema jedoch ist zeitlos. So schlägt Ulrike Schieferstein uns ganz zwanglos eine Brücke zwischen Traum und Zeit.

Es sind zwei so ganz unterschiedliche Bilder – die beide am Ende von so ganz und gar demselben Thema sprechen.

Harmonie – gekonnt auf Leinwand gebannt

Mit „Mutter und Kind“ konzentriert die Malerin sich ganz und gar auf die Fürsorglichkeit der Mutter und die Geborgenheit des Kindes.

Mit „Harmonie“ erzählt Ulrike Schieferstein uns auch noch eine kleine Geschichte, in die hineingebettet letzlich dieselben Momente zum Tragen kommen. Die Botschaft ist somit schließlich keine andere. Aber der Ausdruck beider Gemälde ist doch so grundverschieden…

(Menschenbilder ganz anderer Art…)

Dem Impressionismus einige Worte

Gern erkennen Betrachter in den Gemälden von Ulrike Schieferstein „den“ Impressionismus wieder. Wie etwa in dem hier verwendeten Titelbild „Waldweg“. Grund genug, dem Impressionismus eine kurze Betrachtung zu widmen. Ulrike Schieferstein nämlich hatte sich nie bemüht, „den“ Impressionismus nachzuahmen. Jedoch bedient sie sich beinahe zwangsläufig einiger Stilmittel, die erst mit „dem Impressionismus“ Bekanntheit und Akzeptanz gewonnen haben.

Bekanntheiten wie etwa Paul Cézanne, Edgar Degas, Claude Monet oder Auguste Renoir zeigten plötzlich Pinsel – und trauten sich, mehr zu offenbaren, als nur die Struktur der edlen Leinwand. Man greift aber solche Stilelemente beinahe zwangsläufig auf, wenn man sich traut, vielmehr im Betrachter selbst etwas anzustoßen, als mit Detailtreue eine perfekte Imagination zu erschaffen.

Weshalb nur, wiederum, denkt man an französische Maler, wenn man Impressionismus denkt? – Weil diese durch eine Gruppenausstellung im Jahre 1874 einerseits den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen, andererseits auch die Bezeichnung erst angestoßen haben. Alexandra Matzner lässt uns in ihrem Beitrag für „Art in Words“ im Internet wissen, dass 30 Impressionisten ausgestellt hatten. So prägend für eine ganze Epoche und so bewusstseinsprägend für eine Stilrichtung sie gewirkt haben, so desaströs endete dereinst die Ausstellung für die teilnehmenden Künstler.


Zu Claude Monet’s „Impression, soleil levant“ sei verwiesen auf eine interessante andere Website, „Art in Words“. In ihrem Beitrag „Erste Impressionisten-Ausstellung 1874 – erste Selbstorganisation und Namensgebung des Impressionismus“ zeigt die Autorin Alexandra Matzner nicht nur das erwähnte Werk von Monet, sondern auch weitere aussagekräftige Bildbeispiele zum Impressionismus.


Das fränzösische „impression“ kann man einmal ganz nüchtern übersetzen mit seiner unmittelbarsten Bedeutung: Eindruck.

Claude Monet’s Gemälde „Impression, soleil levant“ ist namensgebend geworden für die erwähnte Ausstellung. Und namensgebend für eine ganze Epoche. Es wird durchgängig übersetzt mit „Impression, Sonnenaufgang“. Bleibt man aber einmal etwas holprig an der strengen Übersetzung, dann kommt man Monet’s Gemälde viel näher: „Eindruck, aufgehende Sonne“. Denn das ist, was Monet für uns festgehalten hat: Eine aufgehende Sonne. Die Idylle ist nur mit einem Hauch berührt. Die Andeutungen von der Hafenstadt Le Havre, die der Dunst und die der Maler uns bieten, brechen das Idyll. Sehr charakteristisch ist Monet’s Arbeitsweise: Mit grobem Pinsel und kaum gemischten Farben wirft er zügig die Farben auf die Leinwand. Unser Auge leistet die Farbmischung, nicht der Pinsel des Künstlers. Unser Auge also ruft in uns Vorstellungen auf, die nicht weniger ausdrucksstark sind, als detailverliebtere Wiedergaben, etwa des Realismus.

Aber die Pioniere des impressionistischen Malstils waren die Franzosen nicht! Womit ihre Leistungen – bitte! – auf keinen Fall abgewertet seien! John Constable war bereits Anfang des 19. Jahrhunderts in dieser Richtung sehr aktiv… und gänzlich erfolglos. Er bestritt sein Einkommen mit dem Realismus.

Nicht besser erging es kaum später William Turner. Denn zu dieser Zeit fragte man beherrschend einen romantischen Realismus ab, der von einem kleinen und wohlhabenden Kreis der Gesellschaft mithin sehr gut bezahlt wurde.

Zum Impressionismus jedoch sollte man auch die deutschen Maler nicht übersehen, von denen hier nur exemplarisch Max Liebermann angeführt sei. Oder unter den Dänen – herausragend – Peter Severin Krøyer.

Drei Gemälde – eine Farbe: BLAU

Als „blaue Reihe“ sind die Gemälde nicht entstanden, die die Malerin Ulrike Schieferstein mit drei großartigen „blauen“ Werken geschaffen hat. Dennoch fügen sich diese Gemälde prächtig ineinander. Deshalb drängt es sich auch geradezu auf, diese drei Gemälde gemeinsam zu präsentieren.

Das erste – „Ballerina“ – spielt mit einer nachgerade verspielten Selbstverständlichkeit einen thematischen Kontrast aus. Die Malerin hält sich mit den Farben ganz zurück: Bis auf die Hauttöne erscheint das Bild nachgerade monochrom. Hier ruht die Ballerina so gänzlich unaufgeregt in sich selbst – und zieht letztlich unsere Blicke immer wieder gerade mit dieser Ruhe auf sich. In stürmischer Bewegung ist allein der Hintergrund.

„Das Modell“ hingegen ist durch und durch: Ruhe. Mit verspielter Leichtigkeit hegen alle Formgebungen in diesem Gemälde die dargestellte Dame liebevoll und hüllen sie mit einer Sanftheit ein, die still, nicht heimlich mitschwingt.  Dort ist ein Moment – und die Malerin macht aus diesem Moment ein Stück der Ewigkeit.

Mit einer ebensolchen Ruhe und zugleich einem umwerfend kraftvollen Ausdruck schließt diese „blaue Reihe“ (die keine ist) mit „Tiffany Jewelry“ ab:

Während man da so sucht und schaut und rätselt, findet man auch hier nicht nur die Ruhe. Sondern neben der bloßen Ästhetik findet man auch noch die Juwelen, von denen die Rede ist… die diese schöne und jeder Zeit enthobene Frau bloß als Beiwerk und wie eine Randbemerkung trägt. Ins Träumen geraten wir. Die Dame hat uns nur den Rücken zugewandt – abgewandt von uns ist sie nicht.

(auch ein „blaues Gemälde“: Brigitte Bardon)

Stimmungen mit tiefer Unmittelbarkeit

Mit „Sonnenaufgang“ präsentiert Ulrike Schieferstein uns ein Gemälde mit gewohnt lockerem Pinselstrich treffsicher. … und berührt uns tief mit erfühlbaren Stimmungen.  Da werden ganz von selbst oder beiläufig Träume und Sehnsüchte wach.

Mit diesem Sonnenaufgang nimmt die Malerin uns mit einer atemberaubenden Authentizität mit an die Küste. Da spüren wir noch den kühlen Windhauch der Nacht. Gerade erst bricht die Sonne hervor – und tut doch so, als hätte sie schon Kraft. Kein Erinnerungsfoto könnte uns solche Stimmungen und das Nacherleben so nahe bringen. Ein Foto kann da – selbst bei guter Nachbearbeitung – nur oder wenigstens vorsichtig anrühren. Ulrike Schieferstein schafft mit Öl auf Leinwand ein Abbild der menschlichen Wahrnehmung und hält den Moment gleichsam für die Ewigkeit fest.

Mit „Abendstimmung“ schenkt Ulrike Schieferstein uns einen lauen Sommerabend am Mittelmeer. Hier spielt die Malerin mit spannenden Kontrasten. Gerade schwelt noch die Hitze des Tages nach. Und schon treibt der aufkommende Wind uns auch eine Gänsehaut über den Leib.
Wir schauen in die tiefstehende Sonne, die die Hausfassade in unserem Rücken im warmen Orange glühen lässt. Ein Unwetter zieht im Südwesten auf – aber auf säuleneingefasster Terrasse bleiben wir wohlbehütet.

Auf eine ganz andere Weise spielt Ulrike Schieferstein mit den Stimmungen in ihrem Gemälde: „Wasserfall“. Denn hier ist der Wasserfall bloßes Beiwerk. Alles, was sich in diesem Werk abspielt, findet zwischen den beiden jungen Damen statt, die dargestellt sind. Die Malerin präsentiert uns eines ihrer Menschenbilder – und führt uns an der Nase herum… mit dem wundersamen Bildtitel. Man fragt sich auf den ersten Blick, ob diese Frauen überhaupt etwas miteinander zu tun haben.  Da sitzt die eine gar gelangweilt im diffusen Sonnenlicht, die andere ist fasziniert von den herabstürzenden Wassermassen. Und doch spüren wir, wie eng sich beide verbunden fühlen auf eine unausgesprochene Weise.

(andere Menschenbilder)

Seelentief und lebensehrlich

Zutiefst lebensehrlich ist Ulrike Schieferstein auch mit diesem Gemälde. Der Titel  „Ohne Worte“ hat uns noch einmal sehr viel zu sagen hat. Sie verschärft mit diesem so unscheinbaren Bildtitel die schneidende Tiefe und lässt das Motiv wahrhaftig plastisch werden. Manchem mag Ulrike Schieferstein auch schmerzhafte Gegenwartserfahrung oder nicht weniger schmerzhafte Erinnerung aufrufen.

Wenn die Malerin uns mit „True Love“ zu sagen weiß, dass die Verbundenheit der Herzen doch so ganz ohne Worte auskomme, dann widerspricht sie sich selbst mit ihrem Gemälde „Ohne Worte“? Wohl kaum. Denn wo die Liebenden sich endlich nichts mehr zu sagen haben, da leben sie im besten Falle routiniert aneinander vorbei…

Was die Malerin mit „Ohne Worte“ seelentief und melancholisch ist, das ist sie mit „NY Bronx“ nicht weniger lebensehrlich – und ein Quäntchen ironisch:

Die Bronx hatte sich seit dem Zweiten Weltkrieg zu einem New Yorker Stadtteil mit gelinde gesagt zweifelhaftem Ruf entwickelt. Nicht erst heute strampelt die Bronx sich mühsam frei von dieser Erbschaft und strebt hinein ins bunte Leben. Ulrike Schieferstein bringt das mit Humor auf den Punkt. Zugleich aber kommt mir auch hier der Begriff „lebensehrlich“ in den Sinn, wenn auch dieses Gemälde doch mit einem so ganz eigenen Charakter daherkommt.

(Menschenbilder – die Farbe Blau)

(Menschenbilder – „Jolanda„)

Stilsicher in Abstrakt

Auch abstrakt tritt Ulrike Schieferstein stilsicher auf. Das jedoch ist nun die „neue“ Schieferstein! Ruhig und gelassen führt sie den Pinsel.  Mit aller Leichtigkeit reißt sie uns zwanglos mit. Aber das sieht nur so aus, wenn es dann fertig ist. Denn das sind natürlich Prozesse der inneren Auseinandersetzung, der Imagination, der Utopie auch, die im Kopf stattfindet – und nicht zuletzt die Fähigkeit, diese Bilder im Kopf auch mit Farbe und Pinsel zielsicher umsetzen zu können.

Ein schönes Beispiel: nicht nur der „Blütenkelch“. Hier allerdings bin ich ein wenig unentschlossen… Ist der schon abstrakt? Oder ist der Blütenkelch noch ein Gemälde zwischen Impression und Fantasie? Ich habe es also versucht mit dem Begriff der utopischen Expression.

Mit „Öl und Wasser“ ist die Schieferstein klar abstrahiert – und ist auch mal jene Malerin, die uns nicht nur ins verspielt Träumerische mitnimmt. Sondern  sie legt den Finger in die Wunde – ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Abstrakt ihr Motiv – abstrakt also auch die Botschaft. Und so bleibt nicht die Spur des Belehrenden.

Der Mensch ist die Grenze, wo er dem Gewohnten Glauben schenkt.
Konsequent hat Ulrike Schieferstein sich auch im Abstrakten einen Ausdrucksraum erschlossen.  So zeigt die Malerin uns offene Horizonte, wo wir uns die Fantasie herausnehmen, Horizonte zu öffnen! Und verlangt uns zugleich nicht ab, uns im akademischen Kunstverständnis verlieren zu müssen. Ulrike Schieferstein bleibt uns leicht zugänglich und gern nahe genug dran am Leben, um uns mit Leichtigkeit von ihr an die Hand nehmen zu lassen…

Ein weiteres Bravourstück ihrer Art, in virtuoser Leichtigkeit abstrakt Pinsel und Farben zu führen, um uns zu ver-führen, zu ent-führen… uns einfach mitzunehmen. Mit ihren „rankenden Blumen“ spielt Ulrike Schieferstein die Klaviatur der visuellen Imagination in seiner ganzen Breite aus.